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Bodengestaltung

Der Bodenbelag ist der Nutzbelag des Fußbodens eines Gebäudes. Bodenbeläge lassen sich wie folgt einteilen:

Teppichböden:

Textile Beläge oder Teppichböden unterscheidet man wiederum in Webteppiche, Tuftingteppiche, Wirkteppiche (Strickteppiche), Bondingteppiche oder Nadelvliesteppiche.

Kunststoffböden:

Sie bestehen aus einer homogenen Kunststoffschicht mit oder ohne Rücken. Neben PVC-Belägen gibt es noch eine Reihe weiterer Kunststoffböden wie die CV-Beläge, deren Oberseite aus PVC und deren Unterseite aus Kunstschaum bestehen. Immer beliebter werden auch Gummibeläge, etwa im Nop-pendesign. Weitere Kunststoffböden: Kork, Linoleum oder Laminat, das meist mit einem holzimitierendem Muster versehen ist.

Steinböden:

Mineralische Beläge sind Naturstein- oder Kunststeinboden sowie Fliesen. Fliesen werden im Wesentlichen nach ihrer Wasseraufnahmefähigkeit und der Beständigkeit ihrer Oberfläche gegenüber Abrieb (Abriebfestigkeit) klassifiziert. Ferner wird die Rutschhemmung ihrer Oberfläche bei Feuchte kategorisiert. Fliesen, die diese und etliche weitere Qualitätsprüfungen bestehen, kommen als Fliesen 1. Wahl in den Handel. Wenn nur eine der vielen Qualitätsanforderungen nicht erfüllt wird, werden die Fliesen als 2. Wahl vertrieben. Fliesen mit groben Fehlern werden als Ausschuss ausgesondert. Ferner unterscheidet man in Steingut (glasiert, nur auf der Oberfläche gefärbt) und Feinsteinzeug (unglasiert, komplett durchgesintert und durchgefärbt) sowie nach der Frostbeständigkeit der Fliese für die Verwendung im Außenbereich. Ausschlaggebend für letztere ist das Wasseraufnahmevermögen. Die Verwendung von Fliesen im Wohnbereich kann sowohl großflächig und ausschließlich als auch in Verbindung mit Parkett sehr attraktiv wirken.

Holzböden:

Der Parkett-Holzfußboden gilt als hochwertiger Fußbodenbelag und benötigt wegen des Aufbaus aus kleinteiligen Holzstücken im Gegensatz zum großflächigen Dielenboden einen tragfähigen Untergrund. Parkettboden ist teurer als Kunstlaminat und ist ein sehr dauerhafter Bodenbelag. Bei starker Beanspruch-ung muss Parkettboden nur abgeschliffen, nicht aber erneuert werden wie z. B. Teppichboden oder Laminat. Massivparkett besteht aus Massivholzstücken und zeichnet sich durch eine hohe Nutzschicht aus, benötigt jedoch eine längere Einbauzeit. Massivparkett wird üblicherweise roh verlegt und dann mit der Par-kettschleifmaschine in mehreren Schleifgängen abgeschliffen. Anschließend erfolgt die Oberflächenbehandlung mit Parkettlack, Fußbodenöl oder Wachs.

Stabparkett
besteht aus einzelnen Holzstücken (Stäben) mit typischen Abmessungen von z. B. 500 mm Länge, 60Ð70 mm Breite und 22 mm Dicke mit Nut und Feder. Diese Form des Parketts ist die klassische Form. Sie wird üblicherweise auf Estrich vollflächig verklebt oder auf eine Unterlattung verschraubt oder genagelt. Andere Bezeichnungen für diese Parkettart lauten Nagelparkett oder Parkettriemen.

Mosaikparkett
besteht aus kleineren und vor allem dünneren Holzlamellen von 8 mm Stärke, in der Regel auf Netz geklebt. Standardmäßig werden die einzelnen Lamellen in Würfelform mit einer Kantenlänge von 160 mm verlegt. Das unbehandelt gelieferte Parkett wird nach dem Verkleben geschliffen und die Oberfläche lackiert oder geölt/gewachst. Seine geringe Aufbauhöhe ist ein großer Vorteil bei einer Fußbodenheizung, da der Wärmedurchgang wenig behindert wird. Auch wenn ein Teppich durch Parkett ersetzt werden soll, ist die geringe Dicke von Vorteil. Wenn man sich für die gängigen 10 mm starken ãFliesenÒ entscheidet, kann man den Estrich ohne Abstufungen insgesamt gießen.

Hochkantlamellenparkett (HKL)besteht wie das Mosaikparkett aus einzelnen Vollholzlamellen mit einem Querschnitt von meist ca. 8 bis 22 mm. Dieses Parkett ist ein so genanntes Abfallprodukt aus der Mosaikparkett-Produktion. Die einzelnen Lamellen werden hochkant angeordnet und durch Papierstreifen, Papiernetze oder Klebebänder in Verlegeeinheiten zusammengehalten. Durch die größere Dicke von 22 mm kann das Parkett häufiger geschliffen werden und wird deshalb vorwiegend im gewerblichen Bereich verwendet. Es trägt daher auch den Beinamen Industrieparkett. Hochkantlamellenparkett findet wegen seiner beliebten Optik als Designboden in letzter Zeit vermehrt auch im Wohnbereich und in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Museen, Ausstellungszentren Verwendung.

Die Massivdiele, auch Landhausdiele genannt, gehört nicht zu den Parkettarten. Jedoch gibt es auch großformatiges Stabparkett mit Längsstäben außerhalb der DIN-Norm und kleinformatige Kurzdielen. Der Übergang zwischen Stabparkett und Diele ist somit fließend.

Das Mehrschicht-/ Fertigparkett hat auf Grund seines dreischichtigen Aufbaus eine höhere Verwerfungsfestigkeit und kann deshalb auch lose, ohne vollflächige Verklebung und oft mit einem Klick-System auf eine Unterlagsmatte verlegt werden. Es zeichnet sich durch eine schnellere Einbauzeit im Vergleich zum Massivparkett aus, hat jedoch eine geringere Nutzschicht. Die sichtbare Oberflächenschicht aus der jeweils prägenden Holzart ist hier oft nur noch 2 bis 4 mm dick und auf einer oder mehreren Trägerschichten aus billigerem Nadelholz oder auf eine Trägerplatte aus Holzwerkstoff geklebt. Diese Platten erhalten Nut und Feder zur Verlegung, die in das Nadelholz eingearbeitet sind. Das Schleifen nach der Verlegung entfällt hier, da die einzelnen Elemente bereits fertig geschliffen und oberflächenbehandelt sind. Geringe Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Elementen von weniger als 0,1 mm werden nicht ausgeglichen. Fertigparkett lässt sich leicht durch Betrachten gegen das Licht von gewöhnlichem Parkett unterscheiden, da hier die Einzelelemente ihre makellose Glätte und scharfkantige Begrenzung zeigen. Die Lebensdauer von schwimmend verlegtem Fertigparkett ist aufgrund seiner laufenden mechanischen Belastung (die Kippbewegungen bei den Fugen können mit der Zeit zum Eindringen von Feuchtigkeit führen) nicht so hoch wie bei verklebtem Parkett. Neben dem klassischen Dreischichtparkett gibt es auch Zweischichtparkett. Diese Parkettart muss vollflächig auf dem Untergrund verklebt werden, was die Lebensdauer wieder erhöht. Zweischichtparkett gibt es als klassischen Einzelstab (ca. 500 x 70 mm) und als Kurzdiele (ca. 1.500 x 100 mm).

Tafelparkett oder auch Französisches Parkett gilt als die Königin unter den Holzfußböden. Geometrische Muster aus Rauten und Sternen werden zu quadratischen Tafeln verleimt. Häufig werden verschiedenfarbige Hölzer verarbeitet. Bei der Gestaltung des Bodens wird die spätere Nutzung des Raumes berücksichtigt. Häufig wird ein Tafelparkett-Boden mit einem umlaufenden Fries verlegt.

Der Schiffsboden, auch als wilder Verband bezeichnet, wird parallel mit versetzten Stößen verlegt, ähnlich den Planken auf einem Schiffsdeck.

Die Parkettdiele besteht aus einem durchgängigen Deckblatt. Wer mehr über die Vor- und Nachteile der einzelnen Böden bezüglich Haltbarkeit, Pflege oder Preis erfahren möchte oder auch mal verschiedene Böden "probelaufen" möchte, sollte sich an den Fachhändler wenden.
 
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