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Vor dem Bau nicht vergessen:
Einrichten der Baustelle Vor Baubeginn wird das Baugrundstück erst einmal „baureif“ gemacht. Dabei muss zusätzlicher Flächenbedarf gesichert und diverse Ver- bzw. Entsorgungsanschlüsse bereitgestellt werden.
Hier eine Checkliste anstehender Arbeiten, damit die Baustelleneinrichtung nicht behindert wird:
1) Grundstück einmessen lassen bzw. die Grenzsteine freilegen und exakten Grundstücksgrenzen fixieren.
2) mit den Nachbarn eine eventuelle Nutzerlaubnis für deren Grundstück abklären (Durch- fahrtsrecht, Zwischenlagerung von Abraum usw.).
3) Lageplan für Aushub und Bau- material sowie für die Standorte der Baugeräte (Baustelleneinrichtung) erstellen.
4) Baustrom- und -wasseranschluss beantragen bzw. Nutzungsmöglichkeiten klären.
5) Baustelleneinrichtung und den Entwässerungsanschluss vor Baubeginn mit dem zuständigen Tiefbauamt absprechen.
6) Anschlüsse beantragen für Strom, Wasser, Abwasser, Telefon, Gas, Öl, Fernwärme und eventuell Kabelfernsehen.
7) Zufahrtswege für Baufahrzeuge ermöglichen.
8) eventuelle Altlasten (kontaminiertes Material, Chemikalien, giftige Substanzen etc.) fachgerecht entsorgen.
9) wenn nach dem Bodenaushub Wasser in der Baugrube steht, so ist der Grundwasserspiegel zu hoch. In diesem Fall ist ein wasserdichter Keller notwendig. Deshalb vor dem Bodenaushub den höchsten Grundwasserstand bzw. ein Bodengutachten besorgen.
10) fehlende Genehmigungsunterlagen, z. B. Berechnungen nach der WSVO (Wärmebedarfsberechnung) beschaffen.
11) mit den Lieferanten (z. B. Baustoff-Fachhandel) Lieferzeiten abstimmen.
12) alle Ausführungsunterlagen (Pläne usw.) auf Vollständigkeit überprüfen und gegebenenfalls ergänzen.
Tipp: In Baufachhandlungen erhält man die komplette Erstausstattung für Bauherren:
von Schildern über Schaufeln, Schubkarren bis hin zu Profigeräten.
Jede Baustelle muss so eingerichtet werden, dass alle Beschäftigten gegen Unfälle geschützt sind. Der Bauherr übernimmt auch die öffentlich-rechtliche Verantwortung gegenüber Dritten, z. B. beim Umweltschutz. Unfallschutz ist unbedingt notwendig. Fast jeder Unfall ist durch eine konsequente Vorsorge vermeidbar. Wenn er trotzdem eintritt, fügt er den Beteiligten nicht nur Leid zu, sondern kostet den Bauherrn auch Zeit und Geld.
Folgende Maßnahmen sollten deshalb bei der Baustelleneinrichtung beachtet werden:
1) auf der Baustelle alle wichtigen Telefonnummern hinterlegen: Notarzt, Polizei, Feuerwehr, Stadtwerke bzw. Versorgungsunternehmen für Strom, Wasser, Gas.
2) Erste-Hilfe-Ausrüstung besorgen.
3) „Baustelle betreten verboten“ -Schilder" in ausreichender Zahl gut sichtbar anbringen.
4) frühzeitig eine Bauherrenhaftpflichtversicherung sowie eine Brandversicherung abschließen.
5) Baustelle immer soweit wie möglich absichern (Einzäunung, Baugrubensicherung, Markierung von Gefahrenpunkten, Beleuchtung).
Tipp: Bei Eigenleistung gibt es Versicherungsschutz über die Bauberufsgenossenschaft. |
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