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Energiesparen lohnt sich Der Anfang einer jeden Modernisierung sollte der Gang zum Energieberater sein. Er kann mit Hilfe einer Thermografie zeigen, wo das Haus seine Schwachstellen hat und wo besonders viel Energie ungenutzt verloren geht. Ebenso kann er berechnen, welche Maßnahmen bei einer Modernisierung besonders große Effekte erzielen und bei Problemen beratend zur Seite stehen.
Nach dem Abschluss der Modernisierung kann der Energieberater dann auf Wunsch noch eine weitere Thermografie machen und Ihnen zeigen, wie sich die Modernisierung ausgewirkt hat. Vom Energieberater erhalten Sie auch einen Energieausweis für Ihr Haus. Solche Energieausweise sind seit dem 1. Juli 2008 für viele Häuser Pflicht (siehe hierzu auch Beitrag Seite 49). Es gibt vier klassische Bereiche, in denen man viel Energie einsparen kann:
1. Fassadendämmung
Eine sehr bekannte Maßnahme ist die nachträgliche Dämmung der Fassade von außen. Dies wird mit einem Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgeführt. Die Anbringung eines WDVS ist sehr effektiv, man sollte aber gleichzeitig die Fenster auf den technisch neuesten Stand bringen. Bei nicht sachgemäßer Ausführung droht sonst Schimmelbildung durch Tauwasserausfall.
2. Dachdämmung
Die zweite bekannte Maßnahme ist die Dachdämmung. Diese Dämmung kann sowohl von innen als auch von außen ausgeführt werden. Auch hier ist eine fachgerechte Ausführung sehr wichtig, denn auch kleine Schwachstellen können die mögliche Energieeinsparung stark verringern.
3. Dämmung der Geschossdecke
Wenn das Dach nicht ausgebaut ist, kann man alternativ auch die obere Geschossdecke dämmen. Dies muss auch auf der ganzen Fläche ausgeführt werden, ist allerdings wesentlich weniger aufwändig.
4. Dämmung der Kellerdecke
Nach der Fassade mit Fenstern und Türen und dem Dach ist auch eine ungedämmte Kellerdecke ein Bereich, in dem Energie ungenutzt verloren geht. Eine Dämmung der Kellerdecke führt auch zu einer angenehmeren Fußbodentemperatur, so dass Fußkälte der Vergangenheit angehört. Nachdem nun das ganze Haus gewissermaßen eingepackt ist und man durch alle Maßnahmen zusammen bis zu 70 Prozent der Energie einspart, kann man auch die Heizung erneuern. Sie kann nicht nur auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden, sondern benötigt in Zukunft auch wesentlich weniger Leistung, denn sie muss ja lange nicht mehr so viel heizen wie vorher. Aus diesem Grund empfiehlt sich eine Modernisierung der Heizungsanlage immer erst, nachdem man die anderen Schritte abgeschlossen hat und wirklich ersichtlich ist, wie die Anlage dimensioniert werden muss.
Den größten Einspareffekt erzielt man mit einer Komplettsanierung, aber eine solche Komplettsanierung verursacht auch entsprechende Kosten. Es gibt von verschiedenen Institutionen mehrere Förderprogramme, die entweder in Form von vergünstigten Krediten oder von direkten Beihilfen angeboten werden. In der Summe sind die monatlichen Kosten für Zins, Tilgung und Energie nach der Komplettsanierung ungefähr genauso hoch wie vorher nur mit Energiekosten. Es lohnt sich also, das Einsparpotential eines Gebäudes oder einer Wohnung eingehend zu prüfen. Lassen Sie sich von einem Energieberater beraten, er kennt in der Regel auch diverse Förderprogramme. Auch der Baustoffhandel oder Ihre Hausbank können hier weiterhelfen und bieten entsprechende Produkte. |
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