Wandgestaltung Putz an der Wand
Traditionell werden die Hauswände außen wie innen verputzt. Der Putz ist eine Schicht aus Mörtel, die zur Glättung auf eine rohe Wand aufgebracht wird. Heutzutage gibt es jedoch auch Putz , der Zusatznutzen bietet. Dieser Putz bewirkt durch das Funktionsprinzip der Photokatalyse eine Reinigung der Raumluft. Schadstoffe in der Raumluft, wie zum Beispiel Butanol, Ammoniak oder Formaldehyd, werden genauso bekämpft wie unangenehme Gerüche (kalter Rauch, Knoblauch, Schuhe etc.). Durch die Einwirkung von Licht (egal ob Kunst- oder Sonnenlicht) reagiert dieser Putz und bewirkt bereits nach wenigen Stunden eine erhebliche Reduktion der Schadstoffe und Gerüche. Man kann Putz auch sehr gut als gestaltendes Element nutzen und durch spezielle Methoden der Aufbringung und Gestaltung ein besonderes, etwa ein mediterranes oder ein rustikales, Wohnambiente schaffen.
Tapeten an der Wand
Wenn auch heutzutage etwas aus der Mode gekommen, vermittelt die Tapete einerseits ein Gefühl von Behaglichkeit und Wärme, andererseits einen Eindruck von der Persönlichkeit der Bewohner, da aufgrund der erhältlichen Vielfalt an Motiven jeder seine Wohnung nach seinem Geschmack gestalten kann. Die Mustertapete besteht hauptsächlich aus Zellulosebestandteilen und ist bedruckt mit Mustern, die dem Zeitgeist entsprechen. Die Raufasertapete ist die derzeit am weitesten verbreitete überstreichbare Tapete. Sie besteht zu fast 100 Prozent aus Zellulose. Der Erfinder der Raufasertapete war übrigens der Wuppertaler Unternehmer Hugo Erfurt. Die Glasgewebetapete ist eine extrem strapazierfähige, überstreichbare Strukturtapete aus Glasfaser. Sie wird häufig in öffentlichen Gebäuden wie Krankenhäusern, Kindergärten oder Schulen eingesetzt. Die Kunststofftapete ist eine meist aus aufgeschäumten Vinyl bestehende, überstreichbare Strukturtapete. Als altmodisch gilt die noch in den siebziger und frühen achtziger Jahren verklebte Fototapete, die großflächig eine Landschaft o. ä. zeigt.
Farbe an der Wand
Heutzutage arbeitet man auch viel mit den verschiedenen Möglichkeiten der Wandgestaltung mit Farben und Lacken. Hier einige Verarbeitungstechniken:
Bei der Wischtechnik wird mit einem Schwamm oder einem Lappen ein Farbton aufgetragen. Anschließend wischt man mit dem gleichen Werkzeug eine zweite Farbschicht über die erste. Der zweite Farbton wird extrem mit Wasser verdünnt und sollte mit dem Grundton harmonieren, aber dunkler als die erste Farbschicht sein. Die Wischtechnik hat den Vorteil, dass sie zwar einfach durchzuführen ist, sich aber dennoch sehr schöne Farbeffekte erzielen lassen. Eine dekorative und auch einfache Technik ist die Wickeltechnik. Im Gegensatz zur Wischtechnik, bei der ein möglichst glatter Untergrund vorhanden sein sollte, eignen sich hier auch sehr gut Raufasertapeten. Zuerst wird eine Grundfarbe und anschließend in einem zweiten Arbeitsschritt mit einem zusammengerolltem Lappen oder einer speziellen Rolle die zweite Farbschicht aufgetragen. Bei der Tupftechnik wird mit einem Naturschwamm die Farbe auf die Wand aufgetupft. Hierbei können Sie Ölfarben, Lasuren oder auch einfach nur Wandfarben verwenden, wobei die Arbeit mit einer Wand - oder Abtönfarbe einen dezenten und warmen Effekt ergibt. Meistens wird mit einer Wandfarbe gearbeitet, wobei die Wand erst komplett mit einer Grundfarbe angestrichen und dann in zwei Arbeitsgängen eine zweifarbige, getupfte Schicht aufgetragen wird. Die Lasurtechnik, eine der edelsten Methoden der Wandgestaltung, vermittelt den Eindruck von zeitloser Eleganz. Diese künstlerisch gestalteten Wandflächen wirken ästhetisch und inspirierend. Durch das Auftragen mehrerer transparenter Farbschichten entfaltet die Lasurtechnik eine Tiefenwirkung und lässt Räume dadurch größer wirken. Die Wände werden nicht mehr so stark als Raumbegrenzung empfunden. Die Transparenz der Farben und die Reflexion des Lichts vereinen die typischen Zufallsstrukturen zu einem organisch anmutenden Gesamtbild. |