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Mit oder ohne Kellergeschoss - Eine Kostenfrage Für rund 86 Prozent aller bundesdeutschen Bauherren gehört ein Keller zum Haus. Zu den üblichen Nutzungen wie Waschküche, Vorrats- und Heizungsraum kommen heute zusätzliche Wohnräume (auch zur Steuereinsparung), Hobby-, Fitness- , Spiel- oder Hauswirtschaftsräume, Bar, Sauna uvm. dazu. Teure Grundstücke und hohe Baukosten erfordern gerade heute die optimale Nutzung jedes Quadratmeters Boden.
Der Keller bietet da zu relativ geringen Mehrkosten wertvolle Zusatzflächen, die die Lebensqualität erheblich steigern. Die Entscheidung gegen ein Untergeschoss muss deshalb sorgfältig durchdacht werden – korrigieren lässt sich diese Fehlentscheidung nicht mehr. Nahezu unverzichtbar ist ein Keller bei Reihen- und Doppelhäusern, wenn der Lärm der Nachbarn nicht stören soll.
Bemerkenswert: ohne Keller ist der zwischen Häusern erwartete Schallschutz nicht zu erreichen: Bei Verzicht auf das Untergeschoss ist er im Erdgeschoss etwa 4 bis 5 Dezibel schlechter, was gefühlt dem doppelten Lärmpegel entspricht. Tipp: prüfen Sie sorgfältig den zusätzlichen Raumbedarf, bevor Sie sich gegen einen Keller entscheiden. Und planen Sie diese Räume ebenso sorgfältig wie die übrigen Geschosse. Schon beim Rohbau auf der Checkliste: Elektroinstallation, Radio, TV, Internet, Sanitäreinrichtungen und Heizung sollten vorgesehen oder vorbereitet werden. Hochwertige Kellernutzung ist mit heutigen Baustoffen uneingeschränkt möglich.
Zwei Dinge sind besonders zu beachten: die Kellerisolierung bzw. Abdichtung gegen Feuchtigkeit von außen sowie der Wärme- und Tauwasserschutz. Ein Keller eines durchschnittlichen Einfamilienhauses kostet etwa 30–40.000 Euro. Die echten Mehrkosten im Vergleich zu einer Bodenplatte sind aber viel geringer.
Bei der Berechnung nicht unterkellerter Gebäude entstehen andere Kosten, die von den Mehrkosten für einen Keller abzuziehen sind: Kellerersatzraum, frostsichere Flächen in den Wohngeschossen für Hausanschlüsse, Wasch- und Trockeneinrichtungen, Heizung, Getränkelagerung usw., wärmegedämmte Bodenplatte, aufwändige, frostsicher gegründete Fundamente (je nach Region liegen diese zwischen 80 und 120 Zentimetern, Boden- und Geländeverhältnisse können sogar eine tiefere Gründung erfordern). |
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