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Unterschiedliche Systeme Einzelheizung oder Zentralheizung?
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Einzelheizung und der Zentralheizung. Die Einzelheizung ist eine einfache Form der Raumheizung. Sie hat den Zweck, die direkte Umgebung zu beheizen. Sie kann aus einem offenen Kamin, einem geschlossenen Ofen (z. B. Kachelofen, Grundofen oder Dauerbrandofen mit angeschlossenem Öltank) oder aus einer elektrisch betriebenen Widerstandsheizung (z. B. Heizlüfter, Heizstrahler oder Elektrospeicher-Heizung) bestehen. Die Zentral- oder Fernheizung (auch Sammelheizung) sorgt für die Energieumwandlung für ein oder mehrere Räume oder Gebäude gleichzeitig. Sie wird gerne bei größeren Gebäuden mit mehreren Wohneinheiten eingesetzt. Es gibt verschiedene Arten von Zentralheizungssystemen. Nachfolgend werden die hierzulande gängigsten Systeme vorgestellt.
Die Warmwasserheizung
Eine Warmwasserheizung besteht aus einem zentralen Wärmeerzeuger, der das Wärmeüberträgermedium Wasser erwärmt und mit Hilfe einer Pumpe oder durch den Dichteunterschied des Wassers (Schwerkraftheizung) durch Rohrleitungen (Vorlauf) zu den Heizflächen liefert, die die Wärme an den zu beheizenden Raum abgeben. Anschließend fließt das abgekühlte Wasser über die Rücklaufleitungen zurück zum Wärmeerzeuger. Die Warmwasserheizung arbeitet mit Wassertemperaturen zwischen 30° und 90° Celsius. Das Wasser wird durch Rohrsysteme in Heizkörper (Heizleiste, Radiator), Fußbodenheizung oder Wandheizung gepumpt und gibt dort Wärme ab. Je niedriger die Heizungsvorlauftemperatur und die Heizungsrücklauftemperatur sind, desto höher ist der Wirkungsgrad (Jahresnutzungsgrad) des Heizkessels und desto niedriger ist der Brennstoffverbrauch. Das wird erreicht durch kleinstmögliche Heizungspumpen und durch einen hydraulischen Heizungsabgleich. Unter dem hydraulischen Abgleich von Warmwasserheizungen versteht man Maßnahmen, die dazu führen, dass alle Räume gleichmäßig mit genau der gewünschten Wärmemenge versorgt werden. Je nachdem, welche Wärmeleistung ein Heizkörper abgeben soll, benötigt der Heizkörper bei gleicher Vorlauftemperatur einen größeren oder kleineren Volumenstrom. Dies wird beim hydraulischen Abgleich durch unterschiedliche Einstellungen an den Strangventilen, den Thermostatventilen oder den Rücklaufverschraubungen der einzelnen Heizflächen berücksichtigt. Dazu werden heute standardmäßig so genannte voreinstellbare Thermostatventile mit angepasstem Durchflusskennwert (kV-Kegel) eingesetzt. Der hydraulische Abgleich senkt die Heizungswassermenge, minimiert den Stromverbrauch der Umwälzpumpe und die Kosten für Rohrnetz/Armaturen und vermeidet unangenehme Strömungsgeräusche. Jeder Handwerker ist nach der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB) verpflichtet, Heizungsrohrnetze hydraulisch abzugleichen. Zwei Bestandteile der Warmwasserheizung, die für ihre Effizienz von großer Bedeutung sind, sind die Heizungs-Umwälzpumpe und der Brennwertkessel. Die Heizungs-Umwälzpumpe In heutigen Warmwasserheizungen wird der Transport der Wärme vom Kessel zu den Heizkörpern durch eine Umwälzpumpe sichergestellt. Im Einfamilienhaus reichen in der Regel kleinste Pumpenleistungen aus. Die energiesparendsten Umwälzpumpen für den Ein- und Zweifamilienhausbereich kommen heute mit einer elektrischen Leistungsaufnahme von 5 bis 7 Watt aus, oft werden aber unnützerweise Pumpen mit 40 Watt und mehr eingesetzt. In der Realität sind die Pumpen heute dreimal zu groß dimensioniert. Bei Altbauten sollte dies überprüft und gegebenenfalls geändert werden.
Der Brennwertkessel
Ein Brennwertkessel ist ein Heizkessel für Warmwasserheizungen, der den Energieinhalt des eingesetzten Brennstoffs nahezu vollständig nutzt. Der Unterschied zu konventionellen Kesseln besteht darin, dass Brennwertkessel auch die Kondensationswärme des Abgases weitgehend nutzen. So erreichen Brennwertkessel heizwertbezogene Wirkungs- oder Nutzungsgrade von über 100 Prozent. Physikalisch sinnvoller ist jedoch der Bezug auf den Brennwert: Ein idealer Brennwertkessel ohne Verluste erreicht einen optimalen brennwertbezogenen Wirkungs- und Nutzungsgrad von genau 100 Prozent. |
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