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Wohn-, Schlaf-, Kinderzimmer und Küche
Das Wohnzimmer:
Bei vielen neueren Wohnungen fehlt die Wand zwischen Wohn- und Flurbereich. Dadurch wandelt sich das Wohnzimmer zu einem gemeinschaftlichen Aufenthaltsraum, von dem aus die Rückzugsbereiche wie Schlaf-, Kinder- und Arbeitszimmer direkt erreichbar sind. Wem das zu offen ist, der kann eine Regalwand so aufstellen, dass die Blickverbindung unterbrochen ist. Ein separates Wohnzimmer dagegen hat den Vorteil, dass man ungestört lesen oder fernsehen kann, während sich die Mitbewohner im anderen Raum aufhalten und nach Lust und Laune lärmen können.
Vor der Auswahl des Sofas sollte man das Raumangebot und die Lage der Fenster und Türen prüfen. Ein kleines Sofa in einem großen Wohnzimmer wirkt verloren, ein großes Sofa macht ein kleines Wohnzimmer eng und ungemütlich. Viele Menschen haben ein unterbewusstes Grundbedürfnis nach Sicherheit. Deshalb kann es ratsam sein, das Sofa so im Raum zu platzieren, dass der darauf Sitzende ein Gefühl bekommt, in einer "Höhle" zu sein. Das heißt: das Sofa am besten immer an eine zentrale Wand stellen. Die Blickrichtung des Sitzenden sollte zum Fenster und zur Raummitte gehen. Nicht ratsam ist es, ein Sofa direkt vor das Fenster zu stellen. Zum einen zirkuliert so kalte Luft am Rücken des Sitzenden entlang. Zum anderen könnte sich der Sitzende mit dem Fenster im Rücken unsicher und unwohl fühlen. Kombinationen über Eck müssen so aufgebaut werden können, dass ausreichend viel Bewegungsfläche bleibt, alle Sitzplätze dem Raum zugewandt sind und keine unschönen, nicht nutzbaren Restflächen entstehen. Steht der Esstisch im gleichen Raum, reicht meist ein Sofa ohne Sessel aus, da man Abende mit Besuch meist am Esstisch verbringt.
Das Schlafzimmer:
Primär ist zu klären, ob das Schlafzimmer nur dem Schlafen dienen soll oder anderweitig zu nutzen ist. Eine Mischung aus Schlaf- und Arbeitsraum ist durchaus sinnvoll, denn dadurch wird das Zimmer auch tagsüber genutzt. Je nach Raumgröße lässt es sich in verschiedene Bereiche gliedern. So kann mit einer geschickten Anordnung eine Ankleide oder ein begehbarer Schrank geschaffen werden. Die Gangbreite zwischen den Schränken sollte mindestens 120 cm betragen, dagegen sind bei einem Falttüren- oder Schiebetürenschrank 100 cm ausreichend. Bei der Planung der Bettanlage ist auch die Zugänglichkeit für das tägliche Bettenmachen zu berücksichtigen. So kann ein in die Ecke platziertes Doppelbett zwar mehr Raum bieten, es bereitet aber auch mehr Mühe, um hineinzukommen.
Das Kinderzimmer:
Am wichtigsten ist es, dass das Zimmer für den Nachwuchs einerseits funktionell, andererseits auch mit viel Fantasie eingerichtet ist. Denn Wohlfühlen ist gerade für Kinder das A und O und macht das Wohnen für die kleinen Mitbewohner perfekt. Besonders wichtig: Beziehen Sie den Nachwuchs in Ihre Planungen mit ein, denn schließlich soll er sich ja wohl fühlen. Wer ein Kinderzimmer neu einrichten möchte oder einige Möbel dazukauft, der sollte vor allem an eines denken: Robust müssen sie sein und so einiges aushalten. Für kleine Räume sind Hochbetten eine beliebte Lösung. Unter der Liegefläche ist viel zusätzlicher Stauraum für einen Arbeitsbereich mit Schreibtisch, einen begehbaren Kleiderschrank oder eine kuschelige Höhle. Außerdem bieten die Möbelhersteller viele Möglichkeiten für den Bewegungstrieb der Kinder: Kletterseile, Rutschen und Sprossenleitern am Bett ersetzen fast schon einen Spielplatz. Wichtig für Schulkinder: Der richtige Arbeitsplatz. Da Kinder ihren Schreibtisch mindestens zehn Jahre benötigen, bieten sich gerade für den Anfang Modelle an, die mitwachsen. Sie können immer wieder neu auf die Größe des Kindes ausgerichtet werden und verhindern so Rückenschäden.
Die Küche:
Wer Geld in eine neue Küche investiert, muss unbedingt sorgfältig planen. Alles, was sich später als nicht funktional herausstellt, lässt sich nur durch großen Aufwand ändern. Die Abmessungen des Raumes müssen exakt stimmen, die Lage der vorhandenen Anschlüsse beachtet werden. Da die Nutzungsdauer einer Küche sehr lang ist, sollte man eher auf eine zeitlose Gestaltung achten. Die Materialien sollten pflegeleicht und stabil sein. Wer ausreichend Platz hat, kann an eine Küche mit Mittelblock oder Kochinsel denken. Bei entsprechender Anordnung der Geräte sind die Wege minimal und die Küche erscheint großzügig. Bei Kochinseln wird die Dunstabzugshaube, die dann frei im Raum montiert werden muss, ein Raum prägendes Element. Varianten mit umlaufenden Ablagen erhöhen den Gebrauchswert.
Um in einer Küche gut arbeiten zu können, ist eine ausreichend große Arbeitsfläche notwendig. Die richtige Höhe ist von der eigenen Körpergröße abhängig. Eine Sitz- und Essgelegenheit sollte in keiner Küche fehlen. Für einen kleinen Tisch oder eine schmale, barähnliche Ablage an der Wand mit hohen Hockern findet sich meist auch in kleinen Küchen noch Platz. Für die Unterbringung von Lebensmitteln eignen sich besonders gut Apothekerschränke. Die tiefen Fächer sind vollständig ausziehbar und von beiden Seiten zugänglich. Schübe, besonders mit Vollauszug, sind wegen ihrer hervorragenden Zugänglichkeit für die Aufbewahrung von Küchenutensilien gut geeignet. |
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